So fragst du bei einer Bewerbung nach
Du hast die Bewerbung vor einer Woche abgeschickt und nichts gehört. Nachfragen fühlt sich aufdringlich an, nicht nachfragen fühlt sich an wie aufgeben. In den meisten Fällen ist eine kurze, höfliche Nachricht willkommen, und gelegentlich ist sie es, die deine Bewerbung vom Stapel auf den Bildschirm holt. Es kommt auf den Zeitpunkt an und darauf, dass du dich kurz fasst.
Lies zuerst, was man dir mitgeteilt hat
Bevor du etwas schreibst, sieh in die Anzeige und in die Eingangsbestätigung:
- Gibt es eine Bewerbungsfrist, warte, bis sie abgelaufen ist. Viele Arbeitgeber sehen sich die Bewerbungen vorher gar nicht an.
- Wurde ein Zeitrahmen genannt, etwa „wir melden uns innerhalb von drei Wochen bei den Kandidaten in der engeren Auswahl“, warte, bis er vorbei ist.
- Steht in der Anzeige „bitte keine Anrufe oder E-Mails“, halt dich daran. Dort schadet dir eine Nachfrage.
Wann du nachfragst
Nach der Bewerbung. Wurde kein Zeitrahmen genannt, warte etwa ein bis zwei Wochen. Vorher hat der Arbeitgeber vermutlich noch nicht mit dem Lesen angefangen.
Nach einem Vorstellungsgespräch. Bedank dich innerhalb eines Tages mit ein paar Zeilen. Hat man dir gesagt, du würdest bis zu einem bestimmten Datum Bescheid bekommen, warte bis ein oder zwei Tage danach, bevor du fragst.
Nach dem letzten Gespräch. Hier gilt dieselbe Regel, auch wenn das Warten schwerer fällt. Entscheidungen dauern oft länger als angekündigt, weil sich mehrere Leute einigen müssen.
Wem du schreibst
Nimm den direktesten Kontakt, den du bekommen hast:
- Die Person, die in der Anzeige oder in der Eingangsbestätigung genannt ist
- Der Recruiter, der schon mit dir in Kontakt war
- Die allgemeine Adresse für Bewerbungen, wenn niemand namentlich genannt ist
Antworte, wo es geht, im selben E-Mail-Verlauf, damit deine ursprüngliche Bewerbung gleich mit dabei ist. Schreib niemanden in der Firma an, der mit der Stellenbesetzung nichts zu tun hat.
Was du nach der Bewerbung schreibst
Vier Sätze reichen: wer du bist, worauf du dich beworben hast, dass du weiterhin interessiert bist, und ein Grund, warum du passt.
„Sehr geehrte Frau Neumann,
am 3. März habe ich mich auf die Stelle als Operations Coordinator beworben und möchte Ihnen gern bestätigen, dass ich weiterhin sehr interessiert bin. Meine fünf Jahre in der Koordination von Lagerplänen bei einem Einzelhändler ähnlicher Größe passen aus meiner Sicht gut zu den Aufgaben, die Sie beschreiben. Wenn Ihnen weitere Unterlagen helfen, sende ich sie Ihnen gern zu. Vielen Dank für Ihre Zeit.
Mit freundlichen Grüßen Anna Petersen“
Achte darauf, was die Nachricht nicht tut. Sie fragt nicht, warum du noch nichts gehört hast, sie wiederholt nicht den ganzen Lebenslauf, und sie verlangt keine Entscheidung.
Was du nach einem Vorstellungsgespräch schreibst
Innerhalb eines Tages:
„Vielen Dank für das Gespräch gestern. Ich habe gern mehr über die Pläne für das neue Lager erfahren, und mein Interesse an der Stelle ist dadurch noch gewachsen. Wenn Sie noch etwas von mir brauchen, melden Sie sich gern.“
Ein konkretes Detail aus dem Gespräch zeigt, dass du zugehört hast. Hast du im Gespräch etwas Relevantes vergessen, kannst du es in einem Satz nachtragen.
Wenn der zugesagte Termin verstrichen ist:
„Ich hoffe, das Auswahlverfahren läuft gut. Sie hatten erwähnt, dass Sie bis vergangenen Freitag entscheiden wollten, deshalb möchte ich nachfragen, ob es schon einen neuen Stand gibt. Die Stelle interessiert mich weiterhin sehr.“
Wie oft
Höchstens zweimal pro Phase. Eine Nachricht und, wenn keine Antwort kommt, etwa eine Woche später eine zweite. Geh danach davon aus, dass die Antwort vorerst Nein lautet, und steck deine Energie in andere Bewerbungen. Schweigen ist unangenehm, aber üblich, und meist liegt es an der Arbeitslast des Arbeitgebers und nicht an dir.
Fehler, die schaden
- Nach zwei Tagen nachfragen
- Mehrere Absätze schreiben
- Verärgert über die Wartezeit klingen
- Mehrmals anrufen, wo eine E-Mail gereicht hätte
- Mehrere Leute in der Firma mit derselben Frage anschreiben
- Um Feedback bitten, bevor du eine Absage hast
Während du wartest
Das Nützlichste, was du nach dem Absenden einer Bewerbung tun kannst, ist, die nächste abzuschicken. Führ eine einfache Liste: wo du dich beworben hast, das Datum, die Kontaktperson und wann du nachfragen willst. So schaust du nicht jede Stunde ins Postfach, und wenn jemand anruft, weißt du sofort, um welche Stelle es geht.
Wo JobUncover ins Spiel kommt
JobUncover setzt einen Schritt früher an. Es prüft deine Passung, recherchiert die Firma und baut aus deinem echten Profil einen passenden Lebenslauf und auf den höheren Stufen ein Anschreiben. Es kontaktiert nie jemanden für dich. Die Bewerbung schickst du selbst ab, und auch jede Nachfrage schreibst du selbst.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ist keine Rechts- oder Finanzberatung. Arbeitsmärkte und Gepflogenheiten unterscheiden sich von Land zu Land. Prüfe deshalb, was dort gilt, wo du dich bewirbst. Wie wir unsere Artikel schreiben und prüfen